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Schnalstallehrgang mit der Nationalmannschaft

Aufgrund meiner Siegesserie bei der Herbstleistungskontrolle wurde ich vom Deutschen Skiverband zum knapp drei wöchigen Gletscher Lehrgang eingeladen. Daher ging es für mich am 9. Oktober das erste Mal mit der Nationalmannschaft ins Schnalstal (Val Senales/ Italien)

Auf 2000 Meter Höhe, direkt gegenüber der Talstation waren wir im Hotel untergebracht. Um jedoch auf die Langlaufloipe zu gelangen, mussten wir mit der Gondel auf 3200m ü.N.N fahren um dort über einen Abfahrtshang an die Langlaufstrecken zu kommen.
In der ersten Woche überraschte uns ein großer Wintereinbruch. Mit einem dreiviertel Meter Schnee, starkem Wind, umgestürzten Bäumen und somit auch zusammengebrochen Telefonnetz waren wir kurzzeitig von der Außenwelt abgeschnitten. Zwei Tage konnten keine Gondel auf dem Gletscher fahren. Dafür hatten wir jedoch direkt vor der Haustür genügend Schnee um uns selbst eine kleine, sehr anspruchsvolle Runde, zu treten. Durch den Tiefschnee und die anspruchsvolle Spur, gab es einige lustige Stürze zu sehen. Trotzdem der Improvisation, konnten wir auch in der ersten Woche unsere Umfänge gut realisieren. Anfangs standen hauptsächlich die Schneeumfänge und die Höhengewöhnung auf dem Programm. Bei über 3000m Höhe kommt man besonders am Anfang schnell außer Atem.

Das Wetter besserte sich und das tolle Bergpanorama konnten wir täglich erneut am Gletscher, meist jedoch nur nach den Einheiten, genießen.  Die Stimmung in der Mannschaft war über die gesamte Trainingszeit sehr gut und es macht mir viel Spaß mit der Nationalmannschaft zu trainieren.

In der zweiten Hälfte des Lehrgangs intensivierten wir uns Training. Insbesondere am Nachmittag standen vermehrt schnelle Trainingseinheiten auf dem Programm. So fuhren wir z.B. auch einmal ins Tal um dort ein Sprinttraining zu realisieren.
Mit insgesamt zehn Männer konnten wir zwei 5 Heats bilden um uns gegenseitig zu fordern.

Das Training auf den Skiern wurde natürlich auch ausgiebig für Skitests genutzt. So waren über die ganze Zeit unsere Skitechniker im vollem Einsatz. Auch unser „neuer“ Waxtruck war wieder im Einsatz. Täglich wurde dort oft bis in die Nacht hinein gearbeitet, damit wir Sportler im Winter auch schnelles Material an den Füßen haben. Besonders freute es mich, dass Salomon extra, für einige Tage aus Frankreich angereiste, um gemeinsam neues Material zu Testen.

Insgesamt war der Lehrgang ein wichtiger Schritt in meiner Planung. Ich konnte das Höhentraining im vollem Umfang realisieren und es machte reißen Spaß mit der Nationalmannschaft zu trainieren und sich täglich zu messen mit der deutschen Spitze.
Jetzt nach dem doch relativ langem Lehrgang sind wir noch einmal im Stützpunkt Ruhpolding zum Training, bevor es am 10. November nach Skandinavien geht.
In diesem Sinne

Bis bald
Eure Rennkatze